Was du heute kannst besorgen…
Gilt das auch für deine Wünsche und Träume? Nein? Da läuft doch was falsch in deinem Leben, findest du nicht? 

Wir neigen dazu, unser Glück auf später zu verschieben. Es gibt ja auch immer einen Grund: zu viel Aufwand, das Risiko ist zu hoch oder der Klassiker „keine Zeit“.

Sei mutig und habe keine Angst

Wenn du etwas über das Leben erfahren möchtest, dann frage ein Kind oder einen sehr alten Menschen – der eine hat „noch nichts“ und der andere „nichts mehr“ zu verlieren. Und die Zeit dazwischen verbringen wir damit, Entscheidungen zu treffen aus Angst etwas zu verlieren. 

Und was wäre, wenn du nur noch 1 Jahr zu leben hättest? Alexandra Reinwarth hat es ausprobiert und beschreibt ihre Erfahrungen in dem Buch „Das Leben ist zu kurz für später“

Nur noch 365 Tage

Stell dir vor, du hättest nur noch 365 Tage zu leben. Würdest du den letzten Valentinstag vielleicht doch feiern? Auch wenn du ihn für doof und überflüssig hälst? Ist ja schließlich der letzte, den du jemals erleben wirst.

Natürlich wünschen oder denken wir, dass wir noch lange leben werden und noch ewig Zeit haben für „was auch immer wir auf die lange Bank schieben“ – doch du weisst auch, dass das nicht so ist.

Prioritäten im Leben gerade rücken

Ich gebe zu, es klingt wie ein makabres Gedankenspiel, sich vorzustellen, bald zu sterben. Doch, wer den Tod vor Augen hat, der hat wirklich nichts mehr zu verlieren. Und mit diesem Gedanken treffen wir wesentlich mutigere Entscheidungen.

Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter.

Denkst du gerade: Einfacher gesagt, als getan? Dann versuch dir vorzustellen, wie du deine letzten 365 Tage verbringen würdest. Denn mit dieser Endgültigkeit vor Augen wirst du erkennen, was dir wirklich wichtig ist im Leben.

Die ungeschminkte Wahrheit

Gott sei Dank nur einmal im Jahr musst du dir deine doofen Verwandten beim Familientreffen rein ziehen, die ihre total verdrehten Weisheiten und Behauptungen über das Leben los lassen. Wie immer benimmst du dich absolut zurückhaltend, anstatt denen mal richtig die Meinung zu sagen.

Stell dir doch mal vor, dass du genau diese Verwandten das letzte Mal im Leben sehen würdest: wärst du dann auch so zurückhaltend? Wenn du nichts zu verlieren hast, ist es ganz leicht, andere offen zu kritisieren.

Kritik an anderen

Es geht nicht darum wie ein Löwe durch die Strassen zu streifen und alle Menschen anzubrüllen. Wichtig ist deine Wahrheit annehmbar auszusprechen. Es kann nämlich ganz schön beziehungsfördernd sein, Tabuthemen oder unangenehme Fragen über die Lippen zu bringen.

Ehrlichkeit hat zwei entscheidende Effekte, die positiv für dich sind:

  1. Du lädtst ab und nimmst es nicht mit.
  2. Es ändert sich vielleicht etwas.

Warum solltest ausgerechnet DU immer nach Hause zurück gehen und dich über die anderen ärgern. Wie lange verfolgt dich das unrechte Verhalten eines anderen? Eben. Und warum hast du nichts gesagt in dem Moment? Aus Angst, Scham oder dem Frieden willen? Aber denk mal an deinen Seelenfrieden.

Und der zweite Punkt wirft die Frage auf: Warum sollte sich bitte etwas ändern? Die Verwandten sind halt einfach doof, fertig. Vielleicht – vielleicht aber auch nicht. Wir haben alle unsere blinden Flecken. Das sind die Bereiche, in denen wir uns nicht über die Wirkung auf andere bewusst sind. Und genau auf diese Bereiche mit der Taschenlampe draufzuhalten, ist, was Kritik so spannend macht. Der andere könnte manchmal durchaus dankbar sein. Vielleicht auch nicht sofort – aber beleuchtet ist die Stelle schon mal.

Ehrlich und offen zu dir selbst

Niemand möchte am Ende seines Lebens eine emotionale Unordnung hinterlassen. Du bist verstritten mit jemandem oder eure Beziehung wurde durch ein Ereignis zerbrochen? Denk doch mal darüber nach, bei wem du dich entschuldigen würdest – auch wenn es (selbstverständlich) nicht deine Schuld war. Einfach nur, weil du für reinen Tisch sorgen möchtest oder sogar: weil du diesen Mensch vermisst und wieder in deinem Leben möchtest.

Ehrlichkeit befreit auch dich.

Alles was uns peinlich ist, versuchen wir mit brillianten Schauspielkünsten zu überspielen. Es soll ja schließlich niemand merken, dass ich chronisch Pleite bin oder eigentlich total erfolglos – da fahr ich doch gleich mal lieber mit einem fetten Porsche vor. Wir verstecken unsere Unzulänglichkeiten oft so gut, dass wir kaum mehr spüren, was echt ist.

„Der Tod ist der einzige weise Ratgeber, den wir haben.“

Carlos Castaneda

Das Ende nimmt die Angst von dem „was könnte der über mich denken“ oder „das ist doch peinlich“. Sei wie du bist und öffne dich mit all deinen Ecken, Kanten und auch Schwächen. Das macht uns Menschen doch so liebenswert.

Zeit, Zeit, Zeit

Alles ist vergänglich – vor allem die Zeit. Jeder Tag, jede Minute, jeder Moment. Weg. Für immer. Die Zeit, die du damit verbringst, diesen Blog zu lesen: futsch. Nicht mehr wieder zu beschaffen.

Alle anderen Dinge, denen wir hinterher jagen, sind wieder zu bekommen. Geld? Kommt wieder. Sachen? Auch.

Die Zeit schätzen lernen

Wie würdest du deine Zeit nutzen, wenn du wüsstest, dass die Uhr deines Lebens abläuft? Du würdest vermutlich nicht auf den perfekten Moment warten, sondern einfach machen, was dich glücklich macht. Denn jeder verbleibende Moment wäre sehr viel wertvoller. Aber ist es das heute nicht auch schon?

Momente geniessen

Je weniger Zeit wir haben, umso mehr schätzen wir sie. Viele jagen dem Kick hinterher und möchten möglichst viel und etwas Besonderes erleben. Doch im Angesicht des Todes, schätzen wir am meisten die kleinen Dinge.

Vor allem die Zeit mit Menschen, die uns etwas bedeuten, sind das Wertvollste im Leben. Stell dir vor, du liegst im Sterben. Wen möchtest du gerne an deiner Seite haben?

Befreiungsschlag zum Glück

Zurück auf Anfang: was ist dein Wunsch, dein Traum? Wenn alle Verpflichtungen weg wären und du alle Freiheiten der Welt hättest: was würdest du gerne machen?

  • Ein Buch schreiben?
  • Mit Holz Traum-Möbel erschaffen?
  • Deine eigene Farm mit Hofladen?
  • Eine Weltreise?

Was auch immer dein Traum ist – warum solltest du ihn nicht JETZT angehen? Zu teuer, zu riskant? Hat das dein Plan offenbart? Du hast keinen Plan? Wo du doch deinen Urlaub bis ins Detail durchplanst…  

Warum nicht deinen Traum planen und möglicherweise umsetzen? Was könnte schlimmstenfalls passieren?

Zusammenfassung

Es gibt im Leben 3 unwiederbringliche Dinge:
Das Wort, nachdem es gesagt wurde,
den Moment, den du verpasst hast
und die Zeit, die verstrichen ist.

Wir lassen uns allzu oft vom Leben leben. Nimm deines in die Hand und führe es, als wäre es dein letztes. Sprich Tabuthemen an, tausche Geheimnisse aus, sei ehrlich und offen anstatt die Zeit mit Oberflächlichkeiten zu verschwenden. Damit stärkst du auch deine Beziehungen zu Menschen, die dir wichtig sind.

Ignorier einfach, was andere über dich denken könnten und mach, was du in deinem letzten Lebenjahr machen würdest. Auch dafür hat Alexandra Reinwarth ein Buch für dich: Am Arsch vorbei geht auch ein Weg.

Am Ende des Lebens bereut man nur das, was man nicht gemacht hat.